Archiv für September, 2005

(coole Zeit fällt mir gerade auf)

Heute sind mir mal wieder jede Menge Werbeblätter entgegen gekommen als ich meinen Briefkasten öffnete. Manchmal frage ich mich wie viel Geld die Unternehmen für solche Art von Werbung rausschmeißen, wenn man bedenkt das die meisten dieser Zettel sofort im Papierkorb oder als billiges Verpackungsmaterial enden. Aber egal, im Moment sind sie mir alle mal lieber als jeder Brief der auch nur annähernd eine Rechnung enthalten könnte. Und genau das brachte mich zum nachdenken.

Ich blätterte in den Prospekten der Ortsansässigen Lebensmitteldiscountern und mir viel das erste mal auf das es sich zu 50% gar nicht um Lebensmittel handelt, sondern einzig und allein um (meistens wöchentlich auf ein Thema abgestimmte) Accessoires. Sei es alles für den Garten, alles für ein schöneres Bad oder was weiß ich noch. Meistens recht günstig wenn man es mit anderen angeboten im Fachhandel vergleicht.

Nun jammern die Leute (und ich zähle mich eindeutig dazu) immer umher das sie zu wenig Geld hätten, was ich auch zum größten Teil nachvollziehen kann, wenn man mal bedenkt das selbst ein normal arbeitender Zeitgenosse am Monatsende traurig feststellen muss, dass über die hälfte seines Gehaltes für den Lebensunterhalt, hier noch nicht die Lebensmittel eingerechnet, drauf gegangen ist. Lassen wir mal die etwas besser verdienenden aus dem Spiel, es sein ihnen gegönnt und jeder wäre froh wenn es einem selbst mal so gehe. Ich möchte auch mal loswerden das wir neben dem rumjammern auch viel zu neidisch, denn wenn man es genau betrachtet würden wir es unserem besten Freund nicht gönnen das er mehr hat als wir selber. Aber dazu vielleicht später noch mal, zurück zum Thema.

Es bleiben uns also ca. 40%, es können auch nur 30% sein wenn man noch Kinder hat (ich will mich da nicht festlegen) unseres Geldes, wo auch immer wir es her beziehen, um uns Lebensmittel und alltägliche Dinge zu kaufen. Gut wer sparsam ist geht in die billigen Discounter und wird trotzdem schnell feststellen das es vorne und hinten nicht reicht. Und nun kommt es: Wie kann es denn aber sein das wir, die so wenig Geld haben, dann in den Discounter gehen und neben den Lebensmitteln noch eine Vase, eine neue Kuscheldecke, ein neues Regal usw. mit in den Korb packen. Wir wissen doch ganz genau das uns das Geld am ende des Monats fehlt, aber wir tun es einfach. Ist das die Strategie? Sind wir Menschen so leicht zu beeinflussen, so leicht zu durchschauen? Brauchen wir genau diese Sachen um unseren inneren Glauben nicht zu verlieren das es uns doch noch irgendwie gut geht. Ist das der Honig für unsere Seele, der das Leben etwas angenehmer macht?
Uns geht es so schlecht, das Geld reicht kaum bis zum Monatsende, aber wir haben einen DVD-Player zu Hause, auch wenn er gerade für 30 Euro im Angebot war, wir haben einen Geschirrspüler, weil er das Leben leichter macht, wir haben einen großen Fernseher, weil der kleine ins Kinderzimmer musste? Was ist das für eine verdrehte Welt?

Wie gesagt ich nehme mich da nicht aus, ich hab sogar einen Trockner, weil ich die weiche Wäsche so mag, auch wenn ich weiß dass mich das wieder extra Strom kostet. Aber kann ich mich beschweren wo es mir doch eigentlich so gut geht, jeder der meine Wohnung betritt sie super schön findet und toll eingerichtet, man aber nicht sieht das ich nicht weiß wie ich die nächste Miete bezahlen soll. Machen wir das alles um den Schein zu wahren? Um anderen und uns selber am meisten das Gefühl zu vermitteln das alles super ist so dreckig es uns auch geht.

Andererseits habe ich mir so gedacht ist es doch auch wieder gut wenn wir unser eigentlich nicht vorhandenes Geld ausgeben, das soll doch die wirtschaft beleben. Nur genau da ist doch der Harken an der Sache. Wenn man bedenkt dass in einer kleinen Stadt mit 20% Arbeitslosigkeit ca. 80% der Einwohner im Monat bei einem Homeshoppingsender Bestellungen aufgeben (ha auch ich hab meine Quellen ;) ) dann frag ich mich ernsthaft wo es den Leuten dann schlecht geht…. Mal von Katalogbestellungen und sonstigem abgesehen.
Und das schlimmste an der Sache ist das das Geld einfach aus der kleinen Stadt verschwindet. Ich meine wenn dieses Geld im Ort umgesetzt werden würde, wenn die Leute dieses Geld in die ortsansässigen Läden tragen würden, dann würde sich der Kreislauf doch schließen. Die Läden hätten mehr Umsatz, müssten mehr Personal einstellen, die dann wieder Geld verdienen was dann wieder in anderen Läden des Ortes landen würde. Ist das zu einfach um realisierbar zu sein oder wollen die Menschen nicht zeigen dass sie doch noch etwas haben und gehen deswegen die anderen Wege um ihr Geld unter die Leute zu bringen.

Es muss doch Geld da sein, wenn man die Umsätze der Homeshoppingsender und Katalogvertreiber so betrachtet. Und es ist das einfache Völkchen was seine schwer verdiente oder sozial zustehende Kohle dahin trägt.

Was ist nur los mit unserer Stadt??? Mal ganz von dem Theater da oben bei der Regierung. Ehrlich ich kann es nicht mehr hören und sehen, da streiten die sich nun seit Tagen wer den nun Kanzler wird und wer nicht. Sind wir im Kindergarten? Die sollen ihre Ä…… bewegen und was tun. Worum geht es da im Moment? Sie wollen dass es Deutschland besser geht? Ja warum machen sie denn nichts, ist es das was eine Frau Merkel und ein Herr Schröder den Leuten als „Vorbilder“ rüberbringen wollen, rückt nicht von eurer Meinung ab, egal wie es dem Rest geht Hauptsache hier kriegt was ihr bekommt. Wie war der Begriff: Ellenbogengesellschaft, ja klasse das haben sie verstanden… Kein wunder das kein Mensch sich mehr für die Politik interessiert, kommt ja eh nix bei rum.

Aber ich bin wieder abgeschweift, war ja auch fast am ende denke ich für heute. Mein Fazit für heute war jedenfalls, dass ich mich bemühen werde mein Geld, wenn ich dann mal etwas mehr haben sollte, hier in meinem Ort auszugeben um so zumindest ein bisschen das Gefühl zu haben doch etwas gutes zu tun, wenn auch nur den berühmten Tropfen auf den heißen Stein.

Mmmmh, wie fang ich an. Tagebuch schreiben… eher nicht oder doch? Aber ist das nicht eher was für Teenys? Nennen wir es nicht Tagebuch sondern eher die Ansammlung unzähliger Gedanken vor dem Schlafen gehen, die dann zur Folge haben das man genau das dann nicht kann.
Was bin ich froh das es so was wie Notebooks gibt, die zieht man an sich ran, lauscht dem rauschen des Lüfters und lässt die Gedanken schwelgen, ohne auch nur einen Fuß aus dem Bett zu bewegen. Es wird langsam wärmer unter der Decke, auch ein Vorteil wenn man diese kleinen transportablen Dinger einfach auf den Schoss stellt und los legt.
Ist schon toll solch ein Teil, wenn man sonst allein ist. Ach hatte ich erwähnt, dass ich natürlich über ein Wlan Anschluss verfüge und so auch immer und überall in meiner Wohnung ins weite Internet fliehen kann. Tja nicht das ich behaupten will Ahnung von so was zu haben, nein ganz im Gegenteil, so was lässt man einrichten und benutzt es einfach, ist ja nicht schwer solange man nicht von alten Gewohnheiten Abstand nimmt und gar etwas neues ausprobiert.

Da kommt mir der Gedanke, ist den Leuten (ich gehe grundsätzlich von Männern aus, obgleich ich weiß das sich auch Frauen dieser Macht berufen fühlen) die solche Sachen wie Anwendungsprogramme erfinden, jemals der Gedanke gekommen das am anderen Ende unwissende Menschen wie ich sitzen. Sicher ist ihnen der Gedanke gekommen, aber man setzt wohl eine gewisse Grundintelligenz voraus nehme ich an. Nun kann ich aber stolz behaupten nicht ganz blöd zu sein, möchte ja nicht auf meinem Abi rumreiten, aber dazu hat es gereicht. Gut egal, aber es ist doch nun mal so, Menschen wie ich (und hier gehe ich sowohl von Mann als auch Frau aus) die nun mit der Materie Computer nur dann vertraut sind, wenn sie den An- bzw. Ausschalter finden, haben es wirklich nicht leicht. Nehmen wir mal an man erzählt uns von einem neuen tollen Programm, was jeder Anwender unbedingt braucht und sicher hier und da recht zweckmäßig ist, was passiert? Von einem erfahrenen Computerfreund kommt die Aussage: gehe auf die Internetseite so und so, dann auf Download und der Rest geht von alleine. Na klar, wie immer.
Genau in dem Moment fangen Leute wie ich an zu schwitzen. Denn man bedenke folgende, auf Anhieb in den Kopf schießenden Gedanken: Punkt Eins, darf man das denn? Man hört ja soviel von Raubkopien, strafbarem runterladen und wie die das noch nennen. Die beruhigenden Worte am anderen Ende erklären einem dann, dass es sich um OpenSource Programme handelt. Da schlägt Punkt Zwei zu, was ist das denn nun, wo bekomm ich das her, was muss ich tun und wäre nicht alles jetzt schon viel zu kompliziert, kommt erschwerend hinzu das man kein Wort englisch spricht, was sich später sicher noch sehr rächen wird. Wieder beruhigende Worte des Kenners, es folgt ein kleiner aber verständlicher Vortrag über Freie Programme für die man keine Lizenzen benötigt und um es mit meinen Worten zu sagen, es alles legal ist.
Gut das wäre nun geklärt, ich gehe auf die Internetseite und suche irgendwo ein buntes (es sind meistens bunte) Kästchen mit den dicken Buchstaben Download. Doch da, der Alptraum geht weiter, mehrere Versionen sind im Angebot. Welche nimmt man nun? Gut um nicht ganz blöd da zu stehen und nicht weiter den Kenner zu nerven fängt man an zu lesen. Ja ja ich weiß, der Sinn eines Hinweises ist ein Hinweis zu geben wie man weiter verfahren soll, aber ich will es endlich hinter mich bringen und das Zeug auf meinen Rechner laden, da kann ich nicht Seiten lang lesen, hin und her klickern oder gar noch ne Beschreibung runter laden. Doch was hab ich da gerade gelesen? Eine Beta-Version? Punkt Drei, was ist eine Beta-Version? Kurz darauf wurde dieser Punkt auch schon wieder abgeharkt, da ein netter Hinweis davor warnte, dass diese Version noch nicht sicher sei und noch Fehler aufweist. OK helfen kann ich den Jungs da bei der Fehlersuche eh nicht, also nehme ich guten Mutes die andere Version. Die wird schon gehen. Ein Klick und schon geht es weiter. Mein Notebook arbeitet, es wird etwas heruntergeladen, gut. Oder…. Oh man Punkt Vier: was ist nun wenn etwas schief geht, wenn mein Rechner danach abstürzt, womöglich nicht mehr angeht, oder irgendetwas nicht mehr so ist wie vorher? Ein kurzes aufjaulen in Richtung des Kenners wird im Keim erstickt. Nix da, da stürzt nix ab und alles andere regelt sich so gut wie von alleine. Na gut wenn er es sagt, kennt sich ja schließlich aus.
Fertig, alles runtergeladen, was nun? Öffnen, ok. Auf dem Desktop eine Symbol mit übereinander gestapelten Büchern, das kenn ich, juhu…. Da muss man doch nur was entpacken, wie war das noch mal, aja, rechte Maustaste, hier entpacken und los geht die große Show. Der Desktop liegt nun voller Dateien und Bilder… irgendwann beim runterladen muss ich wohl vergessen haben den Pfad anzugeben um eine geeignetere Stelle auf meinem Rechner zu finden um das ganze zu öffnen. Egal muss auch so gehen, ich will nun endlich auch dieses tolle Programm und darum werden solche Opfer in Kauf genommen. Ich starre auf den Bildschirm und suche etwas, irgendeins von den ganzen Symbolen muss mir doch sagen: klick mich an und es geht weiter, mmmh ….
Mist muss ich wieder fragen und die kurze und knappe Antwort: septup.exe muss da stehen. Ok ok ich mach ja schon…
Aber nun fängt der Spaß erst richtig an, die AGB´s bringe ich noch locker hinter mich, ich akzeptiere großzügig, zum lesen bleibt leider keine zeit, und dann auf weiter. Nun eine Frage nach der gewünschten Version, Standart? Mini? Mmmh ich will alles, also Standart und weiter geht’s. Eine Frage folgt der nächsten, wohin soll alles gespeichert werden, sollen andere Programme mit übernommen werden usw. Spätestens da, ja spätestens, verliere ich den Überblick oder doch eher die Nerven, was weiß ich denn was gut für mich ist bzw. fürs Programm, geschweige für meinen Rechner. Was passiert wenn andere Programme übernommen werden, sind sie dann weg? Oder anders? Ich will doch nur mal dieses Programm ausprobieren, vielleicht mag ich es nicht und muss es dann, wahrscheinlich auf genauso langem Wege, wieder löschen, sind die alten Programme dann auch mit weg?

…..pause….will ich das Programm wirklich? Kann ich es nicht einfach ausmachen und alles ist wie vorher… Nein da muss ich jetzt durch….

Ich lasse mich leiten und lese vor was da steht um dann gesagt zu bekommen was ich den am besten anklicke, wozu hat man jemanden der sich damit auskennt.
Dann geschieht das unglaubliche, es funktioniert, ein neues Programm….

Voller Elan will ich es probieren, klicke hier, klicke da…. Unbekanntes Territorium und ich müsste mich belesen wie ich es anwenden muss und was ich alles tolles machen kann, aber doch bitte nicht mehr heute… ich hab es doch schon runtergeladen.

Ja so ist das, im übrigen geht mein Rechner noch, wie man sieht, dass Programm ist wirklich ganz toll und so langsam fuchse ich mich ein, mein Freund der Kenner redet auch noch mit mir ;) er hat sich wohl langsam an meine Unwissenheit in diese Richtung gewöhnt….

Ich denke als Abschluss kann man nur sagen, es geht alles irgendwie, man muss es nur wollen und sich trauen…
… und jemanden haben der sich damit auskennt :-D

Lieben Gruß an Dexta von mash *wink*

08Sep2005

Zitronenblechkuchen

dexta | rezepte

man nehme

  • 1 Becher Sahne
  • 1 Becher Zucker
  • 2 Becher Mehl
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 1 Pkg. Backpulver
  • 4 Eier
  • Alles in eine Schüssel geben und mit dem Mixer gut verrühren,
    je mehr Luft man rein rührt dest lockerer.
    Auf ein vorbereitetes Blech füllen und bei 180-200 Grad 10-20 min. backen.
    Zitronenkuchen: Abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone dazugeben geht natürlich auch mit Orangenschale. Mit Puderzucker und etwas Zitronensaft lässt sich dann noch eine leckere Glasur herstellen.

    07Sep2005

    Blech voll Steak

    dexta | rezepte

    4-6 Leute pro Blech

    man nehme

  • 900 Gramm Bratkartoffeln
    fertige oder selbst vorgekochte
  • 100 Gramm geriebenen Käse
    mehr kann nie schaden (200g nehme ich immer)
  • 500 Gramm Creme fraisch
    oder saure Sahne
  • je ein Bund Schnittlauch und Petersilie
    geht auch aus der TK Abteilung
  • sechs dünne Kalbsteaks
    Schweine oder Putensteaks sind natürlich auch ok
  • Salz, Pfeffer, Paprika und Knoblauch nach belieben
  • Kartoffeln auf ein gefettetes Blech geben,
    salzen und pfeffern bei 225 Grad im Ofen (in mittler Schiene) brutzeln lassen.
    In der Zwischenzeit Käse und Cremefraich verrühren und die Kräuter hacken.
    Die Steaks anbraten und würtzen, dann auf die Kartoffeln legen,
    weitere 10 min im Ofen lassen.
    Nun Kräuter dann Käsemischung drauf geben
    und verteilen, und für weitere
    10 min (je nach Herd und gewünschter bräune des Käses) überbacken.

    TIP
    In einem Umluftherd kann man bis zu 3 Bleche unterbringen also perfect für jede Party.